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Montag, 15. Februar 2010

Diabetiker und das Natrium

Diabetiker vom Typ II, bei denen sich erste Herzbeschwerden bemerkbar machen, werden von ihren Ärzten meist zur Einschränkung oder dem Verzicht von Kochsalz (=Natriumchlorid) aufgefordert. Das ist ein wichtiger Schritt zur Regulierung des Elektrolythaushaltes, insbesondere dem Gleichgewicht zwischen Natrium und Kalium bzw. einem damit in Zusammenhang stehenden Bluthochdruck. Wenn dann der Diabetiker dieser Aufforderung nachkommt, kann es ihm passieren, dass der Blutdruck trotzdem kaum merklich absinkt. Woher kommt das?

Einmal liegt das sicherlich an der Aufnahme von Natrium bzw. Kochsalz, das in vielen fertigen Nahrungsmitteln enthalten ist. Vom Brot über die Wurst bis zum Käse und Fertiggerichten, überall wird gesalzen und das nicht zu knapp. Ein weiterer Grund liegt darin, dass die meisten Diabetiker auf Zucker verzichten müssen und sie als Ersatz für den Zucker zu Süßstoffen greifen. Doch leider enthalten auch viele Süßstoffe Natrium bzw. Natriumbicarbonat als Zusatzstoff. Werden dann täglich mehrere Tassen Tee getrunken, die zu stark mit Süßstoff gesüßt sind, nimmt der Körper genauso viel Natrium auf wie vor der Kochsalz-Einschränkung, was auf einen vorhandenen Bluthochdruck kaum eine Wirkung zeigt. Diabetiker tun also gut daran, die Zutatenliste des gewünschten Süßstoffes nach Natriumzusätzen ab zu suchen. Sobald das Wort "Natrium" darin auftaucht - lieber verzichten!

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