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Freitag, 14. Januar 2011

Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen

von Roman Stadtmüller

Bei kaum einer anderen Krankheit können so viele und gravierende Folgeerkrankungen
auftreten wie bei Diabetes I oder II. Das ist auch der Grund dafür, dass Sie bei jedem neuen Arzt gefragt werden, ob Sie Diabetiker sind. Der behandelnde Arzt kann dann leichter beurteilen, was die Ursachen für einen Herzinfarkt, eine Nierenerkrankung oder eine Augenerkrankung sind. Der
Grund: Die im Körper und in den Gefäßen lange Zeit unentdeckte gebliebene "Zuckerflut" hat sehr viele Schäden angerichtet. Dabei muss man sich vorstellen, dass der im Blut zirkulierende Zucker (monate- oder jahrelang) zur Säurebildung geführt hat und diese wiederum die Gefäßwände angegriffen, brüchig und unflexibel gemacht hat. Betroffen von dieser Schädigung sind sowohl die
Blut- als auch die Nervengefäße. Die Gefäßschäden ihrerseits rufen nun wiederum eine ganze Reihe von Erkrankungen hervor, die mittelfristig oder langfristig auftreten können.
Mittelfristig können diabetische Nervenschädigungen (Polyneuropathie)mit Taubheitsgefühl oder Kribbeln der Haut besonders an Beinen und Füßen auftreten, die das Schmerzempfinden herabsetzen, so dass die Haut rissig wird und Verletzungen an den Füßen nicht mehr wahrgenommen werden. Dies kann dann zu schwierig zu behandelnden Geschwüren führen.
Eine weitere Folge ist das Auftreten starker Schmerzen, die von den Füßen ausgehen und die Beine entlang ziehen. Hier hilft als Erste-Hilfe-Maßnahme nur die Einnahme von Schmerzmitteln.

Mittelfristig können auch Herzrhythmusstörungen, eine Blockade der Magenentleerung und/oder der Blase (besonders bei älteren Männern), oft verbunden mit Impotenz, auftreten, die auf die Schädigung des Nervensystems zurückzuführen sind.
Inwieweit das Nervensystem geschädigt ist, kann nur der Arzt mit einer dafür abgestellten neurologischen Diagnostik feststellen. Die Untersuchung reicht von der Prüfung der Reflexe und der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit bis hin zu einem EKG, um die Herztätigkeit zu überprüfen.

Was die Behandlung der mittelfristig auftretenden Folgen angeht, ist es zwar nicht ausgeschlossen, dass die geschilderten Symptome sich wieder zurückbilden, wenn möglichst schnell nach Bekanntwerden eines Diabetes eine optimale Einstellung der Blutzuckerwerte vorgenommen wird. Wie das mit alternativen Mitteln geschieht, ist im Artikel "Stoffwechselentgleisung" geschildert. Mitglieder unserer Selbsthilfegruppe haben jedoch die besten Erfahrungen mit der Behandlung mittelfristig auftretender Erkrankungen gemacht, wie sie alternativ auch bei den langfristig auftretenden von uns vorgeschlagen werden. Dazu später mehr.

Ganz wichtig war hierbei die Behandlung der Bauchspeicheldrüse, wie sie in einem extra Artikel besprochen ist. Langfristig können folgende Spätkomplikationen auftreten:

• Erkrankung der kleinen und großen Blutgefäße
• diabetische Netzhauterkrankungen und Grauer Star
• diabetische Nierenerkrankungen
• Herzkrankheiten
• diabetischer Fuß

Von der Erkrankung der kleinen Blutgefäße, die von den Medizinern als Mikroangiopathie
bezeichnet wird, sind vor allem die Netzhaut der Augen (Retinopathie) und die kleinen Gefäße in den Nieren (Nephropathie) betroffen. Die Netzhaut, welche die Sehzellen enthält, kann sich durch Blutungen und Ablösungen vom Hintergrund so stark verändern, dass Blindheit die Folge sein
kann. Bisher ist es noch nicht gelungen, diese Netzhauterkrankung mit alternativen Mitteln erfolgreich zu bekämpfen.
Etwas anders soll es sich beim so genannten Grauen Star verhalten. Doch unsere Erfahrungen beruhen bisher nur auf Erfolgen bei einem unserer Mitglieder. Deshalb müssen wir vorerst auf die Darstellung einer alternativen Behandlung von Grauem Star verzichten.

Die als Nephropathie bezeichneten diabetischen Nierenerkrankungen gehören zu den schwerwiegenden Spätkomplikationen, denn bei zu spät einsetzender Behandlung kommt es zu einer fortschreitenden "Eiweiß-Niere" und schließlich kann nur noch die Dialyse weiterhelfen oder es hilft nur noch eine Nieren-Transplantation. Schuld an dieser Entwicklung sind nicht nur die Schädigungen durch die "Zucker-Säureflut" der so genannten Glomeruli (Filtersystem),
sondern auch die oft wiederkehrenden Harnweginfektionen und oder die Bildung einer so genannten Gichtniere, die zusätzliche Schäden verursachen, indem das Filtersystem immer durchlässiger gegenüber Eiweiß wird. Hier kann eine Kombination aus einer bestimmten medikamentösen Behandlung (Medikamente der Sartan-Gruppe) und einer Magnetfeldanwendung Abhilfe schaffen, wenn nicht zu lange abgewartet wird. Dazu später mehr.

Bei den Erkrankungen der großen Blutgefäße (Makroangiopathie) ist es vor allem die Arteriosklerose, die das Herz beeinträchtigt und zu Durchblutungsstörungen der Herzkranzgefäße (Herzinfarkt, Angina pectoris), der Hirngefäße (Schlaganfall) und der Beinarterien (Verschlusskrankheiten) führt. Oft wird aber die Arteriosklerose nicht nur durch den Diabetes und die damit verbundenen Stoffwechselstörungen verursacht, sondern zusätzlich spielt natürlich
auch das Rauchen und das Alkohol-Trinken eine wichtige Rolle als Risikofaktoren, für die langsam zunehmende Verengung der großen Gefäße durch Ablagerungen. Bei den Diabetikern kommt aber noch eine zusätzliche Gefahrenquelle hinzu: Wenn nämlich noch eine Neuropathie, also eine Schädigung der Nervenleitbahnen, hinzukommt, dann laufen koronare Herzerkrankungen oft ohne jedes Schmerzgefühl ab und selbst ein Herzinfarkt kann ohne vorherige Schmerzen in der Brustgegend, d.h. ohne Angina pectoris Anfall, vonstatten gehen. Dann erkennt man oft erst an einer Atemnot den gefährlichen Verlauf des Infarktes. Auch werden bei einem bevorstehenden Schlaganfall übliche Signale oft nicht erkannt oder bleiben aus.

Auch beim so genannten diabetischen Fuß kommen eine Neuropathie und die arterielle Verschlusskrankheit zusammen. Wegen der geschädigten Nervenleitbahnen, die Schmerz-, Druck- oder Wärmesignale nicht mehr ans Gehirn weiterleiten, werden Hautrisse und Verletzungen nicht bemerkt und es kommt zu Infektionen durch in die Blutbahn eindringende Bakterien. Dadurch kann ein Wundbrand (Gangrän) entstehen, der tief in das Fußgewebe und die die Knochen einzudringen vermag. Erschwert wird die Heilung durch den Umstand, dass Antibiotika nicht mehr bis zum Ort des Brandes bzw. des Eiterherdes vordringen können, weil die Blutgefäße verstopft sind. Dann stirbt das Gewebe ab und es bleibt keine andere Wahl als eine Amputation des Fußes oder auch eines oder mehrere Fußzehen.

Ähnliches kann sich nicht nur an den Füßen, sondern auch an den Beinen ereignen. Vor allem bei starken Rauchern werden die Beine wegen Verschlüsse der Beinarterien nicht mehr richtig mit Blut und Sauerstoff versorgt. Kommt dann noch eine Schädigung der Nervenleitbahnen und eine Verletzung mit Entzündungen an Unter- oder Oberschenkeln hinzu, kann das zu Teilamputationen
oder zur Amputation eines ganzen Beines führen.
Aufgrund der Schwere dieser Erkrankungen, wie wir unter den beiden Begriffen
"Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen" zusammenfassen, haben Mitglieder unserer Gruppe mit den nachstehend beschriebenen alternativenHeilmitteln gute Erfolge verbuchen können.

Vorschläge zur alternativen Behandlung

Die grundsätzliche Voraussetzung einer erfolgversprechenden Behandlung von Folgeerkrankungen mit alternativen Heilmitteln ist die Einhaltung der Blutzuckerwerte im normalen Rahmen. Dazu dienen die Mittel, wie sie im Artikel-Pool unter der Überschrift "Stoffwechselentgleisung" beschrieben sind. Ein besonders wichtiger Schritt ist dabei auch die Behandlung der Bauchspeicheldrüse, die in einem eigenen Kapitel beschrieben wird. Auch die Behandlung von Gicht und Harnweginfektionen ist hinreichend in eigenen Kapiteln beschrieben.
Für die Behandlung von mittel- oder langfristig auftretenden Neuropathien, die ja oft mit starken Schmerzen verbunden sind, stehen für die Selbstbehandlung antioxidativ wirkende Nahrungsergänzungsmittel zur Verfügung. Hervorzuheben ist hier die Alpha-Liponsäure, die in
einer täglichen Dosierung von ca. 500 mg innerhalb von wenigen Wochen in der Lage ist, das Nervenleitsystem wieder herzustellen. Zur Schmerzlinderung wird das Auflegen eine starken Dauermagneten auf die Schmerzstellen empfohlen. Das mag jedem, der davon zum ersten Mal hört, etwas seltsam vorkommen, aber es ist eine Tatsache, dass Dauermagnete (z.B, aus Stahl) mit ihrem ruhenden Magnetfeld in der Lage sind, selbst starke Schmerzen zu lindern oder sogar für die Zeit ihrer Anwendung Schmerzen ganz zum Abklingen bringen zu können. Das hängt damit zusammen, dass das statische Magnetfeld die im Körper gelösten Eisenanteile des Hämoglobins anziehen und so zum Stillstand zwingen, dass sie keine Schmerzsignale mehr über das Nervensystem an das Gehirn weiterleiten können. Auf diese Weise kann man Schmerzen ohne schmerzstillende Medikamente lindern.

Wenn Neuropathien ohne Schmerzen auftreten, kann man die Wirkung der eingenommenen Alpha-Liponsäure unterstützen durch die Anwendung eines elektrischen Massage-Handgerätes, mit oder ohne IRLicht, das ein genügend starkes elektromagnetisches Feld abstrahlt. Damit wird die Leitfähigkeit der Nervensignale schnell wieder hergestellt. Dieses Vorgehen wirkt sich besonders günstig aus, wenn Arme und Beine von Neuropahtien betroffen sind, aber sich keine oder nur geringe Schmerzen bemerkbar machen.

Merksatz:
Elektromagnetische Felder verstärken Schmerzen, ruhende Magnetfelder, die von einem Dauermagneten ausgehen, lindern sie!

Bei allen Durchblutungsstörungen, gleichgültig ob sie nun als mittelfristig oder langfristig auftretende Folgeschäden im Mikro- oder Makrobereich anzusehen sind, spielt der Einsatz von elektromagnetischen Feldern, die von einem handelsüblichen elektrischen Massagegerät ausgehen, eine große Rolle. Die tief in das Gewebe eindringenden Magnetfelder befreien große und kleine Blutgefäße von Ablagerungen aller Art, erweitern sie und machen sie wieder flexibler und reichern das Blut mit Sauerstoff an, so dass der Blutfluss wieder einwandfrei hergestellt wird.

Unterstützt wird die Magnetfeld-Massage durch die Einnahme gefäßerweiternder Nahrungsergänzungsmittel. Besonders bewährt haben sich hier L-Arginin in höherer Dosierung und Niacin (Nikotinsäure). Letzteres wird allerdings wegen seiner unangenehmen Nebenwirkung (Niacin-Flash) der Gesichtsrötung und einem brennenden Gefühl im ganzen Körper nur in geringer Dosis eingenommen. Auf die Einnahme von Niacin sollte man dann nicht verzichten, wenn
eine Arteriosklerose der Herzkranzgefäße vorliegt. Sind die Durchblutungsstörungen sehr ausgeprägt, sind selbstverständlich vom Arzt verschriebene Medikamente die bessere Lösung, da ihre Wirkungen stärker als die von Nahrungsergänzungsmitteln sind. In der Kombination mit der
Magnetfeldmassage können dann manchmal sogar schon ins Auge gefasste Amputationen von Gliedmaßen abgesagt werden.
Für die Behandlung eines diabetischen Fußes hat sich die Einwirkung eines pulsierenden Elektromagnetfeldes bewährt, das vom Vibrationsmotor einer kleinen elektrischen Fußbadewanne ausgeht. Man stellt die Füße in die trockene Wanne, stellt den Motor an und massiert sie etwa 10-15 Minuten 2 x am Tag. Die stärkste Magnetfeldabstrahlung erfolgt in der Mitte der Wanne auf
der Mittelkonsole, unter welcher der Antriebsmotor installiert ist. Deshalb sollte man den betroffenen Fuß die Hälfte der Massage-Zeit auf diese Konsole stellen. Das angenehme Gefühl der Vibrationsmassage kombiniert mit dem pulsierenden Magnetfeld bewirken ein rasches Abheilen von offenen Wunden, die schlecht zu heilen wollen.

Zur Unterstützung der Magnetfeldmassage sprüht man bei offenen Wunden und Gangrän Silberwasser (Kolloid-Silber) auf die Wunde. Silberwasser bekommt man im Internet-Fachhandel (siehe Link-Liste!). Das Silberwasser bekämpft sehr wirksam Bakterien, Viren, Pilze und vielerlei Keime und Parasiten. Man kann es sowohl innerlich einnehmen ( nur ca. 1 Teelöffel pro Tag!) als
auch auf Hautverletzungen und Wunden äußerlich durch Aufsprühen anwenden (1-2 mal am Tag) Hinzu kommen dann noch die beschriebenen Mittel zur Gefäßerweiterung und/oder gegen Neuropathie, wenn die Nerven geschädigt sind und Taubheit in den Füßen vorhanden ist.

Bitte beachten Sie, dass bei vorhandenen Venenleiden bzw. Krampfadern eine Massage in der Fußbadewanne nicht in Frage kommt! Die Gefahr einer Trombose, hervorgerufen durch die Vibrationen des Wannenmotors, ist zu groß.

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